Was ist ein Tilgungsplan?
Wenn Sie eine Hypothek oder ein Darlehen aufnehmen, um eine Immobilie zu kaufen, stimmen Sie zu, den geliehenen Betrag (das Kapital) zuzüglich Zinsen über einen bestimmten Zeitraum (z. B. 15, 20 oder 30 Jahre) zurückzuzahlen.
Ein Tilgungsplan ist eine vollständige und detaillierte Tabelle all Ihrer Darlehenszahlungen. Er schlüsselt jede einzelne monatliche Rate auf und zeigt genau, welcher Teil der Zahlung für die Zinsen und welcher Teil für die eigentliche Schuldentilgung (Verringerung des Kapitals) verwendet wird.
Wie funktioniert die Tilgung (Amortisation)?
Bei einem Standarddarlehen mit festem Zinssatz (Annuitätendarlehen) bleibt Ihre monatliche Gesamtrate über die gesamte Zinsbindungsfrist exakt gleich. Die Zusammensetzung dieser Rate ändert sich jedoch jeden Monat.
- Erste Jahre (Hohe Zinslast): Zu Beginn ist Ihre Restschuld am höchsten, folglich sind auch die Zinskosten am höchsten. Ein großer Teil Ihrer monatlichen Rate fließt in die Zinsen, während nur ein kleiner Teil das Kapital reduziert.
- Der Wendepunkt: Da sich das Kapital jeden Monat leicht verringert, sinken im Laufe der Zeit auch die monatlichen Zinskosten. Das bedeutet, dass ein immer größer werdender Teil Ihrer festen Rate in die Tilgung fließt.
- Letzte Jahre (Hohe Tilgung): Gegen Ende der Darlehenslaufzeit fließt fast Ihre gesamte monatliche Rate in die Tilgung, die Zinskosten sind dann minimal.
Warum sollten Sie diesen Rechner nutzen?
- Die echten Kosten sehen: Der Blick auf die "Gesamtzinsen" zeigt Ihnen deutlich, wie viel Sie das Ausleihen des Geldes über die Jahre hinweg tatsächlich kostet.
- Laufzeiten vergleichen: Eine kürzere Laufzeit (z. B. 15 statt 30 Jahre) bedeutet zwar höhere monatliche Raten, aber Sie sparen insgesamt zehntausende Euro an Zinsen.
- Verkauf oder Anschlussfinanzierung planen: Wenn Sie das Haus in beispielsweise 10 Jahren verkaufen oder refinanzieren möchten, zeigt Ihnen der Tilgungsplan auf den Cent genau, wie hoch Ihre Restschuld in Monat 120 sein wird.